Google Forms hat einen Fragetyp für Datei-Uploads. Ihr fügt ihn einem Formular hinzu, teilt den Link, und Antworten landen in eurem Google Drive. Klingt perfekt — bis ihr tatsächlich versucht, damit Dateien von Personen außerhalb eurer Organisation zu sammeln.
Die Einschränkungen, die zählen
1. Hochladende müssen ein Google-Konto haben. Das ist das größte Problem. Wenn ihr ein Google-Formular mit Datei-Upload an einen Kunden, Lieferanten oder Bewerber schickt, der kein Gmail nutzt — können sie nicht einreichen. Sie sehen einen Anmeldebildschirm und erstellen entweder ein Konto (unwahrscheinlich) oder mailen euch die Dateien (was den Zweck zunichtemacht).
2. Maximal 10 Dateien pro Antwort. Wenn jemand 15 Fotos von einem Event oder einen kompletten Satz Onboarding-Dokumente hochladen muss, stößt er an eine Wand.
3. 10 GB insgesamt pro Formular. Alle Antworten aller Nutzer teilen sich dieses Limit. Für Fotos, Videos oder Design-Dateien von mehreren Personen ist das schnell erschöpft.
4. Dateien zählen gegen EUREN Google-Drive-Speicher. Jede hochgeladene Datei geht gegen eure 15-GB-Gratisquote.
5. Kein Fortschritts-Tracking. Ihr könnt nicht sehen „Anna hat 3 Dateien hochgeladen, Boris hat nichts hochgeladen" ohne die Tabelle manuell abzugleichen.
6. Keine fortsetzbare Uploads. Wenn jemand eine große Datei hochlädt und die Verbindung abbricht, geht es von vorne los.
7. Die Oberfläche ist ein Formular, kein Datei-Sammler. Google Forms wurde für Umfragen gebaut. Das Datei-Upload-Feld wirkt aufgesetzt. Kein Drag-and-Drop, keine Vorschauen, kein Fortschrittsbalken.
Wann Google Forms Datei-Upload ok ist
Trotz der Einschränkungen eine vernünftige Wahl, wenn:
- Alle eure Befragten Google-Konten haben (z.B. innerhalb einer Schule mit Google Workspace)
- Ihr wenige Dateien neben Umfragefragen sammelt
- Ihr von einer kleinen Gruppe sammelt (unter 20 Personen)
- Dateien klein sind (Dokumente, nicht Fotos oder Videos)
Bessere Alternativen für Dateisammlung
Wenn ihr Dateien von Personen ohne Google-Konto sammeln müsst:
getfiles.app — Upload-Seite in 10 Sekunden erstellen. Kein Konto für Hochladende nötig. Drag-and-Drop, fortsetzbare Uploads, alles als ZIP herunterladen. Kostenlos.
Wenn ihr eine strukturierte Checkliste bestimmter Dateien braucht:
Die Datei-Checkliste von getfiles.app lässt euch genau angeben, welche Dateien ihr braucht. Hochladende sehen die Liste und hängen eine Datei an jedes Element. Ihr seht, was eingegangen ist und was fehlt.
Fazit
Google Forms ist ein Umfrage-Tool, das zufällig Dateien akzeptiert. Wenn euer Hauptziel das Sammeln von Dateien ist — besonders von externen Personen — nutzt ein Tool, das dafür gebaut wurde. Ihr spart Zeit, vermeidet die Google-Konto-Hürde und bekommt eine viel bessere Erfahrung für alle Beteiligten.