Mit Dropbox File Requests könnt ihr Dateien von beliebigen Personen in euren Dropbox-Ordner sammeln. Das Konzept ist super — die Umsetzung hat Grenzen. Im kostenlosen Plan bekommt ihr 2 GB Gesamtspeicher. Das sind ungefähr 400 Fotos oder ein kurzes Videoprojekt. Erreicht ihr das Limit, schlagen Uploads stillschweigend fehl. Euer Kunde denkt, die Dateien wurden gesendet. Ihr habt sie nie erhalten.

Falls euch das passiert ist, hier sind fünf Alternativen.

1. getfiles.app

Eine temporäre Upload-Seite, die ihr in 10 Sekunden erstellt. Kein Konto nötig — weder für euch noch für die Person, die hochlädt. Link teilen, Dateien empfangen, als ZIP herunterladen.

Was es von Dropbox File Requests unterscheidet: - Kein Speicher an euer persönliches Cloud-Konto gebunden - Fortsetzbare Uploads — bei Verbindungsabbruch mit einer 500-MB-Datei wird dort fortgesetzt, wo es aufgehört hat - Datei-Checklisten — gebt genau an, welche Dateien ihr braucht und seht, was fehlt - Eigenes Branding — Logo und Farben hinzufügen - Funktioniert automatisch in 19 Sprachen

Am besten für: Schnelle, einmalige Dateisammlung. Freelancer, Eventorganisatoren, kleine Teams.

Preis: Kostenlos.

getfiles.app

2. Google Drive (geteilter Ordner)

Erstellt einen Ordner in Google Drive, setzt Berechtigungen auf „Jeder mit dem Link kann hochladen" und teilt den Link.

Vorteile: 15 GB kostenloser Speicher. Die meisten haben bereits ein Google-Konto. Nachteile: Hochladende brauchen ein Google-Konto. Keine Möglichkeit zu sehen, wer was hochgeladen hat. Der Ordner wird schnell unübersichtlich. Kein Ablaufdatum oder Passwortschutz.

Am besten für: Interne Teams, die bereits Google Workspace nutzen.

3. WeTransfer

Der Absender geht auf wetransfer.com, wählt Dateien aus und sendet sie an eure E-Mail.

Vorteile: Einfache Oberfläche. Absender braucht kein Konto. Nachteile: Umgekehrter Ablauf — der Absender initiiert, nicht ihr. Ihr könnt keinen „Anforderungs"-Link erstellen. Kostenloser Plan auf 2 GB pro Transfer begrenzt. Dateien verfallen nach 7 Tagen. Keine Möglichkeit, Empfangenes zu organisieren oder zu verfolgen.

Am besten für: Einmalige Transfers, wenn jemand fragt „Wie soll ich dir diese Datei schicken?"

4. OneDrive File Request

Ähnlich wie Dropbox — ihr erstellt einen Anforderungslink, Leute laden in euren OneDrive-Ordner hoch.

Vorteile: 5 GB kostenloser Speicher (mehr als Dropbox). Hochladende brauchen kein Microsoft-Konto. Nachteile: Nur mit OneDrive for Business in bestimmten Konfigurationen verfügbar. Die Oberfläche ist verwirrend. Euer Admin muss möglicherweise „Jeder-Links" aktivieren. Dateien gehen in euren persönlichen OneDrive-Speicher.

Am besten für: Organisationen, die bereits Microsoft 365 nutzen.

5. Google Forms mit Datei-Upload

Fügt ein „Datei-Upload"-Feld zu einem Google-Formular hinzu. Antworten gehen in euer Google Drive.

Vorteile: Kostenlos. Ihr könnt zusätzliche Fragen neben dem Datei-Upload stellen. Nachteile: Hochladende müssen sich mit Google-Konto anmelden — das ist das größte Problem. Limit von 10 Dateien pro Upload. Maximal 10 GB pro Formular. Umständliche Oberfläche für dateilastige Einsendungen.

Am besten für: Umfragen, die einen Dateianhang beinhalten, nicht dedizierte Dateisammlung.

Vergleichstabelle

Funktion Dropbox Request getfiles.app Google Drive WeTransfer OneDrive Google Forms
Konto zum Hochladen nötig Nein Nein Ja (Google) Nein Nein* Ja (Google)
Kostenloser Speicher 2 GB Großzügig 15 GB 2 GB/Transfer 5 GB 10 GB/Formular
Fehlgeschlagene Uploads fortsetzen Nein Ja Nein Nein Nein Nein
Datei-Checkliste Nein Ja Nein Nein Nein Nein
Eigenes Branding Nein Ja Nein Nein Nein Nein
Passwortschutz Nein Ja Nein Nein Nein Nein

*OneDrive kann ein Business-Konto und Admin-Einrichtung erfordern.

Welche solltet ihr wählen?

Wenn ihr Dateien von Personen außerhalb eurer Organisation sammelt — Kunden, Bewerber, Hochzeitsgäste, Schüler — wollt ihr minimale Reibung. Das bedeutet: keine Kontopflicht, keine Speicherlimits und einen Link, den ihr in 10 Sekunden teilen könnt.

Für gelegentliches internes Dateiteilen innerhalb eines Teams, das bereits Google oder Microsoft nutzt, reichen die eingebauten Tools.

Für alles andere gibt euch ein dediziertes Upload-Tool wie getfiles.app mehr Kontrolle mit weniger Aufwand.